Verzugszinsen

Tritt der Fall ein, dass ein Kreditnehmer in Zahlungsverzug gerät, also einer Zahlungsverpflichtung nicht vertragsgerecht nachkommt, so können Verzugszinsen fällig werden.

Zahlt ein Kreditnehmer eine fällige Zahlung nicht spätestens 30 Tagen nachdem er die Rechnung erhalten hat, befindet er sich in einem Zahlungsverzug. Bereits mit Erhalt einer Mahnung liegt ein solcher Zahlungsverzug vor. Allerdings sollte der Schuldner beachten, dass in einigen Fällen, je nach Vertragsabschluss, nicht erst eine Mahnung ausgesprochen werden muss, um in Zahlungsverzug zu geraten.

Da durch einen Zahlungsverzug ein Verzugsschaden entsteht, muss der Kreditnehmer für diesen aufkommen. Um diesen entstandenen Schaden zu entschädigen, werden unter anderem Verzugszinsen fällig. Daneben können mögliche Aufwandsentschädigungen wie Portokosten, Mietzinsen (beispielsweise für einen Mietwagen) oder Kosten für Mahnschreiben, Mahnbescheide oder Rechtsanwälte geltend gemacht werden.

Die Höhe der anfälligen Verzugszinsen ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in §247 geregelt. Bei Privatpersonen liegen die gesetzlich festgelegten Verzugszinsen bei vier Prozent.

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