Realkredit und Sachkredit

Ein Realkredit ist auch unter der Bezeichnung Sachkredit bekannt. Dabei handelt es sich um einen Kredit, welcher durch Sach- und Vermögenswerte gesichert ist. In der Regel kommen Realkredite nur im Baufinanzierungsbereich vor. Diese Kredite werden durch Schulden (Grundschulden oder Hypotheken)auf Grundstücke und Gebäude besonders gut gesichert.

Bei einem Realkredit handelt es sich im Normalfall um einen langfristigen Kredit. Der Beleihungswert ergibt sich aus dem aktuellen Wert des Hauses, welches auf dem belastetem Grundstück steht. Die Bank veranschlagt dazu einen Sicherheitsabschlag. Ein Realkredit liegt im Bereich der ersten 60 Prozent des Beleihungswertes. Aus zwei weiteren Abschlägen, 20 Prozent des Beleihungswertes, ergibt sich dann die Beleihungs- sowie die Realkreditgrenze. Die Realkreditgrenze ist also die Grenze, bis zu welcher die Kredite von Banken als Realkredite vergeben werden können.

Realkredite sind somit sehr gut abgesichert, da Banken, sollte es zu einer Versteigerung kommen, auf jeden Fall den jeweiligen Betrag aus dem Verkaufserlös erhalten. Das hat wiederum den Vorteil, dass auf diesen Teil weniger Risikokosten anfallen.

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