Nachrangdarlehen

Als Nachrangdarlehen wird ein Darlehen zweiten oder dritten Ranges bezeichnet. Bei einem nachrangigen Darlegen vergrößert sich das Ausfallrisiko für den Kreditgeber. Häufig werden Nachrangdarlehen für bei einer Immobilienfinanzierung benötigt. Dabei wird der jeweilige Rang in das Grundbuch eingetragen. Kommt es zu einer Insolvenz, stehen die Forderungen des entsprechenden Darlehensgebers hinter denen anderer Kreditgeber an. Sollte es zu einer Zwangsversteigerung der Immobilie kommen, werden vorrangige Darlehen zuerst bedient. Zum Ausgleich werden für Nachrangdarlehen höhere Zinsen fällig, als bei abgesicherten Krediten. Oft wird Aufgrund des höheren Risikos eine umfassende Unternehmensprüfung durchgeführt, bevor ein nachrangiges Darlehen vergeben wird.

Dient ein Darlehen der Produktivitätssteigerung, muss genau berechnet werden, ob der Umsatz die Zinsen ausgleichen kann. Nachrangdarlehen haben bessere Konditionen als Kontokorrentkredite. Es ist auch möglich, Nachrangkredite über staatliche Förderprogramme zu beantragen. Dies bietet sich besonders bei mittleren und kleineren Firmen an, die für ein normales Bankendarlehen nicht genug Eigenkapital, oder Sicherheiten haben, aber expandieren möchten.

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