Liquidität

Unter dem Begriff Liquidität wird die Fähigkeit einer Privatperson oder eines Unternehmens verstanden, den Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen. In der Umgangssprache wird von „flüssig sein“ gesprochen, womit gemeint ist, dass über die jeweiligen Mittel verfügt wird, um den Verpflichtungen nachzukommen. Es müssen demnach stets finanzielle Reserven vorhanden sein. Hierbei muss es sich aber nicht unbedingt um Geldreserven handeln, es können auch Objekte (Gold, Devisen usw.) gemeint sein, welche sich schnell veräußern und in Geld umwandeln lassen.

Es gibt verschiedene Varianten der Liquidität. Die dynamische und die strukturelle, strategische Liquidität. Erstere kommt im Zusammenhang mit der kurzfristigen Steuerung der Geldbeträge vor und ist wichtig für die unternehmerische Manövriermasse in Kapitalgeschäften. Die strukturelle, strategische Liquidität ergibt sich aus den freien Kreditlimiten und dem Nettoumlaufvermögen. Desweiteren gibt es die Bar-Liquidität (liquide Mittel erster Ordnung), welche sich auf ein Vermögen bezieht, was direkt zur Zahlung verwendet werden kann. Die einzugsbedingte Liquidität (liquide Mittel zweiter Ordnung) hingegen liegt vor, wenn ein Vermögen nicht direkt zur Zahlung herangezogen werden kann, aber schon ein Umwandlungsanspruch vorliegt. Zuletzt gibt es die umsatzbedingte Liquidität (liquide Mittel dritter Ordnung), bei welcher das Vermögen erst umgesetzt werden muss.

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