Kreditgebühr

Beim Abschluss eines Kreditvertrages wird von vielen Kreditinstituten eine Kreditgebühr in Rechnung gestellt. Im Kreditvertrag wird diese Gebühr, welche auch Bearbeitungs- oder Abschlussgebühr genannt wird, angegeben. Die Kreditgebühr wird einmalig bei der Anzahlung des Kredits fällig und muss vom Kreditnehmer bezahlt werden. Die Gebühr wird von den Banken als notwendig erachtet, um die Kosten, welche beim Abschluss eines Kredites entstehen zu tragen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Kosten für die Schufa-Abfrage zur Prüfung der Kreditwürdigkeit. Vor allem bei Ratenkrediten wird die Kreditgebühr häufig veranschlagt.

Die Kreditgebühr kann mit folgender Formel berechnet werden:
Netto-Darlehensbetrag x Zinssatz pro Monat x Vertragslaufzeit in Monaten / 100.

Bei der Berechnung des effektiven Jahreszinssatzes muss die Kreditgebühr berücksichtigt werden, denn durch sie nimmt die Gesamtbelastung des Kredits zu. Die Berechnung einer Kreditgebühr ist in der Praxis durch aus üblich, doch sie steht immer wieder in der Diskussion. Von verschiedenen Oberlandesgerichten, wurde die Gebühr bereits als unzulässig erklärt. Jedoch gibt es zur Zeit noch kein rechtskräftiges Urteil zur Kreditgebühr.

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