Konsortialkredit

Ein Konsortialkredit wird durch zwei Kreditinstitute gemeinsam gewährt. Wenn die Kreditsumme sehr groß ist, steigt das Risiko für die Bank an. Durch die Aufteilung der Kreditsumme auf mehrere Banken mindert sich das Risiko für den einzelnen Kreditgeber. Es handelt sich um ein Instrument zur Risikostreuung. Zudem wird auf einen Konsortialkredit zurückgegriffen, wenn eine einzelne Bank Schwierigkeiten hat, den erforderlichen Betrag alleine aufzubringen.

Für die Gewährung eine Konsortialkredits werden die Kreditinstitute zu einem sogenannten Konsortium zusammengeschlossen. Dabei handelt es sich in Deutschland um die Verbindung zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Es kann sich um ein Innen- oder ein Außenkonsortium handeln. Den Unterschied stellt dar, dass beim Innenkonsortium der Kreditnehmer nicht unbedingt über den Zusammenschluss informiert wird.

Beim Konsortialkredit wird in einem Vertrag festgelegt, welches Kreditinstitut die Geschäftsführung übernimmt und die Kreditabwicklung übernimmt. Durch eine Risikosplittung sichern sich die Banken so weit wie möglich gegen einen Kreditausfall ab. Eine Rückzahlung ist in Raten möglich, oder durch eine Einmalzahlung. Die Laufzeit kann bei einem Konsortialkredit über 30 Jahre betragen.

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