Importkredit

Der Importkredit ist eine Außenhandelsfinanzierung, welche die Zeit zwischen dem Wareneingang und der Bezahlung von Waren durch den jeweiligen Abnehmer überbrücken soll. Bei einem Importkredit dient die betreffende Ware selbst als Sicherheit für den Kredit. Bis das Geschäft vollständig abgewickelt ist, wird dem Kreditinstitut vorübergehend die Ware als Sicherheit übereignet. Sobald der Verkäufer sein Geld erhalten hat, bekommt der Käufer die Lieferung ausgehändigt und kann diese verarbeiten.

Beim Importkredit muss in jedem Fall das Zahlungsziel im Kreditvertrag angegeben werden. Zudem muss die veranschlagte Summe des Darlehens im Vertrag angegeben werden. Weitere Details werden, je nach geplantem Geschäft, ebenfalls getroffen. Es gibt unterschiedliche Arten von Importkrediten, dazu zählen unter anderem auch der Akzeptkredit und der Exportkredit.

Zur Anschaffung notwendiger Produktionsgüter verwenden deutsche Unternehmen selten das Betriebsvermögen, sondern nutzen in der Regel Importkredite. Durch den Kredit steigt die Planungssicherheit während der Produktionsphase, da dem Unternehmen weiterhin ausreichend flüssige Mittel zur Verfügung stehen um die Produktion fortzuführen.

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